gemäß § 41 Abs. 1 WaffG iVm. 1. WaffV idF BGBl. II Nr. 95/2026
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akademischer Grad / Titel:
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Im Folgenden bitte ich Sie, einige Fragen zu Ihrer Person zu beantworten. Ziel ist es, ein umfassendes Bild Ihrer bisherigen Entwicklung, Ihrer aktuellen Lebenssituation sowie möglicher Belastungsfaktoren zu gewinnen – mit besonderem Augenmerk auf jene Aspekte, die für die Beurteilung der waffenrechtlichen Verlässlichkeit relevant sind. Ich ersuche Sie, die Fragen vollständig und wahrheitsgemäß zu beantworten. Ihre Angaben werden selbstverständlich vertraulich behandelt und dienen ausschließlich der fachlichen Einschätzung im Rahmen dieser Begutachtung gemäß § 41 Abs. 1 WaffG.
Wurden Sie bereits früher klinisch-psychologisch hinsichtlich der waffenrechtlichen Verlässlichkeit untersucht?
Haben Sie bereits eine Waffenbesitzkarte oder einen Waffenpass besessen?
Wurde gegen Sie schon einmal ein Waffenverbot ausgesprochen (einschließlich vorläufigem Waffenverbot gemäß § 13 WaffG)?
Wurden Sie schon einmal gerichtlich zu einer – auch bedingten – Geld- oder Haftstrafe verurteilt?
Wurden Sie schon einmal wegen eines Suchtmitteldelikts angezeigt, angeklagt oder verurteilt?
Wurde Ihnen schon einmal der Führerschein entzogen?
Wurde gegen Sie schon einmal ein Betretungs- und Annäherungsverbot oder eine einstweilige Verfügung verhängt?
Haben Sie sich schon einmal einer Alkohol- oder Drogenentwöhnung unterzogen?
Haben Sie sich schon einmal einer psychiatrischen, klinisch-psychologischen oder psychotherapeutischen Behandlung unterzogen?
Wurden Sie jemals auf eigenen Wunsch oder gegen Ihren Willen stationär in einer psychiatrischen Einrichtung aufgenommen (Unterbringung gemäß UbG)?
Liegt aktuell oder in der Vergangenheit eine gerichtliche oder gewählte Erwachsenenvertretung vor?
Warum möchten Sie eine waffenrechtliche Bewilligung (Waffenbesitzkarte / Waffenpass) erwerben? Bitte schildern Sie Ihre Beweggründe möglichst konkret.
Welche Art der Bewilligung streben Sie an?
Zu welchem konkreten Zweck möchten Sie die Schusswaffe verwenden? (Mehrfachnennung möglich)
Haben Sie bereits Erfahrungen im Umgang mit Schusswaffen?
Präsenzdienst / Ausbildungsdienst beim Bundesheer absolviert?
Zivildienst absolviert?
höchste abgeschlossene Schulbildung:
abgeschlossene Berufsausbildung:
Gab es in Ihrer Schulzeit oder Ausbildung Probleme im Lern-, Arbeits- oder Sozialverhalten?
aktuelle berufliche Tätigkeit:
Stundenausmaß / Beschäftigungsgrad:
Sind Sie mit Ihrer aktuellen beruflichen Tätigkeit zufrieden?
Gab es in Ihrem Berufsleben längere Phasen der Arbeitslosigkeit, häufige Arbeitsplatzwechsel oder Kündigungen aufgrund von Konflikten?
Körpergröße (cm):
Körpergewicht (kg):
Essverhalten
Allergien
Sehschwäche
Hörbeeinträchtigung
Nehmen Sie aktuell regelmäßig Medikamente ein?
Haben Sie in der Vergangenheit unter einer körperlichen oder psychischen Erkrankung gelitten oder leiden Sie aktuell unter einer solchen?
Gibt es in Ihrer Familie (leibliche Eltern, Geschwister) Personen mit psychischen Erkrankungen, Suchterkrankungen oder Suiziden?
Schlafverhalten
durchschnittliche Zubettgehzeit:
durchschnittliche Schlafdauer pro Nacht:
Bestehen Schlafprobleme?
In wie vielen Nächten pro Woche treten Schlafprobleme auf?
Nehmen bzw. nahmen Sie ärztliche oder klinisch-psychologische/psychotherapeutische Behandlungen (z. B. Klinikaufenthalte, ambulante Therapien) in Anspruch?
Gab es prägende Ereignisse in Ihrer Kindheit oder Jugend, die für Sie heute noch bedeutsam sind (z. B. Trennung der Eltern, Gewalt- oder Missbrauchserfahrungen, Verluste)?
Haben Sie in Ihrem Leben traumatische Erfahrungen gemacht (z. B. schwere Unfälle, Gewalterfahrungen, Kriegs- oder Einsatzerfahrungen)?
Gab es in Ihrem Leben Situationen, in denen Sie sich selbst ernsthaft gefährdet gefühlt haben?
Hatten Sie jemals Gedanken oder Absichten, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen?
Gab es jemals Gedanken oder Absichten, einer anderen Person Schaden zuzufügen?
Fühlen Sie sich aktuell häufig niedergeschlagen, hoffnungslos oder antriebslos?
Erleben Sie aktuell anhaltende Ängste, Panikattacken oder Zwangsgedanken/-handlungen?
Hatten oder haben Sie Erfahrungen, bei denen Sie Dinge gesehen, gehört oder gefühlt haben, die andere nicht wahrnehmen konnten?
Hatten Sie jemals den Eindruck, verfolgt, beobachtet oder bedroht zu werden, ohne dass es dafür einen konkreten äußeren Anlass gab?
Hinweis: Die kognitive Leistungsfähigkeit wird im Rahmen der Begutachtung zusätzlich mit einem standardisierten psychologischen Testverfahren erhoben.
Wie schätzen Sie Ihre aktuelle körperliche Leistungsfähigkeit ein?
1 = sehr schlecht / 10 = sehr gut
Wie schätzen Sie Ihre aktuelle geistige Leistungsfähigkeit ein?
Wie schätzen Sie Ihre Konzentrations- und Merkfähigkeit ein?
Gibt es Einschränkungen im Alltag oder Beruf, die Sie belasten (z. B. Müdigkeit, Schmerzen, kognitive Probleme)?
Welche Hobbys/Freizeitaktivitäten haben Sie und wie häufig gehen Sie diesen nach?
Wie würden Sie Ihre aktuelle Stimmungslage beschreiben?
Wie würden Sie Ihre emotionale Stabilität einschätzen?
5 = sehr schlecht / 10 = sehr gut
Gibt es häufig wiederkehrende belastende Gefühle wie Angst, Wut, Traurigkeit, Gereiztheit oder innere Anspannung?
Wie reagieren Sie auf Kritik, Zurückweisung oder Kränkung?
Wie schwer fällt es Ihnen, sich zu beruhigen, wenn Sie aufgebracht sind?
Wie reagieren Sie in Situationen, in denen Sie stark unter Druck stehen?
Was tun Sie, um Stress abzubauen oder sich zu regenerieren? (konkrete Strategien)
Haben Sie schon einmal erlebt, dass Sie in einem Konflikt „explodiert“ sind oder die Kontrolle verloren haben?
Stellen Sie sich vor, Sie werden in der Öffentlichkeit stark provoziert. Wie reagieren Sie?
Gab es Situationen, in denen Sie das Gefühl hatten, die Kontrolle über Ihr Verhalten oder Ihre Emotionen zu verlieren?
Beschreiben Sie eine Situation, in der Sie bewusst ein Risiko eingegangen sind – und warum.
Suchen Sie im Alltag neue Reize oder Nervenkitzel (z. B. Extremsport, schnelles Autofahren, risikoreiche Aktivitäten)?
Wie häufig treffen Sie Entscheidungen, die Sie später bereut haben, weil sie zu spontan waren?
Wie gut gelingt es Ihnen, spontane Impulse zu kontrollieren?
Wie würden Ihnen vertraute Menschen Sie in drei Eigenschaften beschreiben?
Wie sehen Sie sich selbst – welche Stärken, welche Schwächen schreiben Sie sich zu?
Wie überzeugt sind Sie davon, schwierige Situationen in Ihrem Leben selbst bewältigen zu können?
Wie gehen Sie mit eigenen Fehlern um?
Wie verlässlich sind Sie aus Sicht anderer (z. B. Termine einhalten, Zusagen erfüllen)?
Welche Rolle spielen Gesetze und Regeln in Ihrem Alltag?
Gab es Situationen, in denen Sie sich bewusst über Regeln, Vorschriften oder Gesetze hinweggesetzt haben?
Wie gehen Sie mit Verpflichtungen (z. B. behördliche Auflagen, Zahlungsverpflichtungen, Vertragspflichten) um?
Gibt oder gab es offene gerichtliche oder verwaltungsrechtliche Verfahren gegen Sie (z. B. Strafverfahren, Exekutionen, Schuldenregulierung)?
Familienstand
Wenn Sie aktuell in einer Partnerschaft leben – seit wann?
Wie viele ernst zu nehmende Partnerschaften hatten Sie bisher?
Wie würden Sie die Qualität Ihrer aktuellen Partnerschaft einschätzen?
Haben Sie Kinder?
Wie würden Sie die Beziehung zu Ihrem Kind / Ihren Kindern einschätzen?
Geschwister?
Wie würden Sie die Beziehung zu Ihren Geschwistern einschätzen?
Wie ist das Verhältnis zu Ihrem Vater?
Wie ist das Verhältnis zu Ihrer Mutter?
Fühlen Sie sich sozial gut eingebunden (z. B. Vereine, Freundeskreis, Gemeinschaften)?
Kurze Beschreibung:
Gibt es Bezugspersonen, die Ihnen Halt geben?
Verfügen Sie über langjährige Freundschaften oder stabile soziale Kontakte?
Wie schwer fällt es Ihnen, Vertrauen zu anderen Menschen aufzubauen?
5 = sehr unwichtig / 10 = sehr wichtig
Wie wichtig ist es Ihnen, gut mit anderen Menschen auszukommen?
Wie gut können Sie sich in die Gefühle und Perspektiven anderer hineinversetzen?
5 = gar nicht / 10 = sehr gut
Haben Sie in der Vergangenheit Schwierigkeiten in Partnerschaften, Freundschaften oder am Arbeitsplatz gehabt?
Gab es in Ihren Beziehungen (Familie, Partnerschaft, Freundeskreis, Arbeit) Konflikte, die „eskaliert“ sind?
Haben Sie in einem Konflikt schon einmal körperliche Gewalt angewendet oder erlebt?
Haben andere Personen (z. B. Familie, Freunde, Kolleg:innen, Ärzt:innen) jemals Zweifel an Ihrer Selbstkontrolle oder Zuverlässigkeit geäußert?
Beschreiben Sie eine Situation, in der Sie bewusst gegen die Meinung anderer gehandelt haben.
Wie stehen Sie zu extremen politischen oder gesellschaftlichen Positionen?
Können Sie nachvollziehen, warum Menschen zu radikalen oder gewaltsamen Mitteln greifen?
Haben Sie das Gefühl, häufig ungerecht behandelt zu werden?
Rauchen Sie?
Wie oft trinken Sie alkoholische Getränke?
Wie viele alkoholische Getränke (Standardgläser) konsumieren Sie typischerweise an einem Trinktag?
Wie oft hatten Sie in den letzten 12 Monaten 6 oder mehr Standardgläser Alkohol bei einer Gelegenheit?
Haben oder hatten Sie Erfahrung mit anderen Substanzen (z. B. Cannabis, Kokain, Amphetamine, Opioide, GHB/GBL, halluzinogene Pilze, NPS/„Kräutermischungen“, nicht ärztlich verordnete Medikamente)?
Gab es je Phasen von übermäßigem oder problematischem Konsum (Alkohol, Nikotin, Suchtmittel, Medikamente)?
Haben Sie jemals versucht, den Konsum zu reduzieren oder zu beenden?
Welche Auswirkungen hatte oder hat der Konsum auf Ihre Gesundheit, Leistungsfähigkeit oder sozialen Beziehungen?
Haben Sie jemals erlebt, dass Ihr Konsum von Alkohol oder anderen Substanzen Ihr Verhalten negativ beeinflusst hat (z. B. Aggressivität, Streit, Kontrollverlust)?
Gab es Situationen, in denen Sie unter Einfluss von Substanzen Entscheidungen getroffen haben, die Sie später bereut haben?
Haben Sie je andere Verhaltensweisen mit Suchtcharakter entwickelt (z. B. exzessives Glücksspiel, Online-/Mediennutzung, exzessives Einkaufen)?
Wie stellen Sie sicher, dass Substanzkonsum (z.B. Alkohol) Ihre Handlungsfähigkeit nicht einschränkt?
Möchten Sie nach Erhalt der waffenrechtlichen Bewilligung eine Schusswaffe erwerben?
Wo und wie beabsichtigen Sie die Schusswaffe(n) und die Munition zu verwahren, um zu gewährleisten, dass sie nicht in unbefugte Hände geraten (getrennte Verwahrung, Sicherheitsbehältnis, Zugriffsberechtigungen)?
Leben weitere Personen in Ihrem Haushalt? Wenn ja, wie wird deren Zugriff auf die Waffe ausgeschlossen (insb. minderjährige Personen, Personen mit psychischen Erkrankungen)?
Wie würden Sie sicherstellen, dass Sie eine Waffe niemals in einem emotional belasteten Zustand (z. B. nach Streit, unter Alkohol- oder Medikamenteneinfluss, in Krisensituationen) einsetzen oder bei sich führen?
Gab es Momente in Ihrem Leben, in denen Sie im Nachhinein froh waren, gerade keine Waffe zur Verfügung gehabt zu haben?
Wie schätzen Sie Ihr persönliches Risiko ein, in einer emotionalen Ausnahmesituation unüberlegt zu handeln?
Welche konkreten Vorkehrungen treffen Sie, um unter Alkohol- oder Medikamenteneinfluss keinen Zugriff auf die Waffe zu haben?
Ich erkläre, dass ich die Angaben dieses Anamnesebogens nach bestem Wissen wahrheitsgemäß und vollständig beantwortet habe. Mir ist bekannt, dass falsche oder unvollständige Angaben Auswirkungen auf die klinisch-psychologische Beurteilung und die anschließende behördliche Entscheidung haben können.